Ostdeutsch für Anfänger

Zum Spitzenspiel der Regionalliga, Zweiter gegen Dritter, reiste das Team von #DeinUSV in die thüringische Universitätsstadt nach Jena. Die bisher ungeschlagenen Sportfreunde aus Thüringen sollten am 4. Spieltag der härteste Prüfstein für die Dietze-Schützlinge werden. In einem knappen und intensiven Spiel setzte sich der VSV Jena vor einer Rekordkulisse mit 3:2 durch. Die Dresdner reisten ohne etatmäßigen Mittelblock an. Glücksbringer Robert Freigang, der bereits letzte Saison beim sensationellen 3:0 Auswärtssieg in Oelsnitz ein Gastspiel bei der 1. Mannschaft hatte, von #DeinUSVIII wurde kurzfristig für die schwierige Aufgabe verpflichtet. Kay Trautvetter durfte sich wieder auf der Mittelblockposition beweisen um sich weiter an das raue Klima der Regionalliga zu gewöhnen. Die komplette Mittelblockriege mit Eric Schulz, Martin Konrad, Thomas Krüger und André Müller war auf Grund eines lang geplanten gemeinschaftlichen UNO-Abends leider verhindert. Außerdem fehlt Richard Jänchen verletzt, trat aber dennoch die lange Reise an, um seine Kameraden zu unterstützen. Auf Felix Merte musste Tobias Dietze ebenfalls verzichten. Dieser versucht sich gerade ein zweites Standbein als E-Sportler für Dynamo Dresden aufzubauen und musste daher trainingsbedingt die Teilnahme am Regionalligakracher absagen. Naschkatze Mathias Rosenthal rückte wieder auf die Liberoposition wurde aber bei der nächtlichen Tour durch Jena vom ansässigen Anatolischen Spezialitäten-Fachgeschäft bitter enttäuscht in dem ihm die ersehnte Pizza um 5:00 Uhr verwehrt blieb. Prominenz gesellte sich in Form von Fußball-Nationalspieler André Schürle zur nächtlichen Spielnachbereitung. Spontan nutzte er die Freigabe durch Trainer Peter Bosz nach überragerenden 15min gegen Hannover für einen Kurztrip nach Jena. Besonders der eingefleischte BVB-Fan Robert Liebscher war von der Begegnung sehr angetan und verbrachte den Abend wie im Rausch.

Durch eine zeitige Anreise wollte man der entstehenden Müdigkeit durch die Fahrt ins karge und tristlose Thüringen entgegenwirken. Eine besondere Art der Spielvorbereitung zelebrierte Interimskapitän Jannis "Kopfhörer" Koch. Der in Westdeutschland geborene Außenangreifer der Jenenser legte sich den Sprachkurs "Ostdeutsch für Anfänger" zur Erwärmung auf die Ohren um die Kommunikation mit den Mannschaftsmitgliedern zu optimieren. Derweil rückte bei den Jenensern Trainertalent Christian Schumann wieder auf die Bank und hat sich mit Sicherheit den ein oder anderen Tipp von Trainerlegende Frank Eberhardt mit auf den Weg geben lassen. Dieser führte den VSV interimsweise vergangenen Spieltag zum 3:0 Erfolg gegen die Mettigel aus Dresden.

Der USV legte los wie die Feuerwehr und zeigte den Hausherren was die Dresdner in der intensiven Saisonvorbereitung trainiert haben. Die Thüringer hatten in dieser Phase Probleme Lösungen im Angriff zu finden und scheiterten des öfteren am gut eingestellten Dresdner Block. In einem intensiven ersten Durchgang hatte der USV das bessere Ende für sich und ging überraschend im Hexenkessel des Lobedaer Sportkomplex mit 1:0 in Front. (25:20) Leider konnte das gute Anfangsniveau nicht gehalten werden und mehr Fehler schlichen sich über die Spieldauer ein, so dass man die Sätze zwei und drei an den VSV abgeben musste. (-21,-15) Durch ein Kniff von Tobias Dietze erreichte man in Spielabschnitt 4 wieder die Oberhand (25:16). Robert Liebscher rückte für Kay Trautvetter auf den Mittelblock und sorgte dort für einigen Wirbel. Dafür rutschte Kay Trautvetter auf die Annahme-/Außenposition und prüfte die Beständigkeit des Jenaer Hallenbodens. Auch der emsig agierende kleine Trainer der Jenaer konnte durch wildes gestikulieren den Satzausgleich nicht verhindern. Die entsprechenden Tanzeinlagen wurden vom Schiedsgericht mit der gelben Karte honoriert. So gut wie die Elbestädter in den Tiebreak starteten, so schlecht endete dieser auch. Einzig Richard Jänchen wollte am Ende Akzente setzen und erwies seinen Team durch seine jugendliche Leichtsinnigkeit einen Bärendienst. Er applaudierte einer Fehlentscheidung des zweiten Schiedsrichters und kassierte dafür die rote Karte. Mit 7:15 hatte man deutlich das Hintertreffen und musste sich mit einem Auswärtspunkt begnügen. Bereits am nächsten Wochenende wartet mit Markleeberg der nächste schwere Gegner. Dafür müssen die Dresdner nach Leipzig und wollen den positiven Trend fortsetzen.