Nichteinheitliche Socken sorgen scheinbar für Verwirrung

Nach dem Sensationssieg gegen die Teppichknüpfer aus Oelsnitz folgte vor heimischer Kulisse die Ernüchterung für #DeinUSV. Gegen das, nach dem Generationswechsel, neu aufgestellte Team des SV Reudnitz, die wohl mehr als kein anderes Team in der stärksten Regionalliga aller Zeiten den ehrlichen Arbeitervolleyball verkörpern, unterlagen die Hausherren glatt in drei  Sätzen. Zur sonntäglichen Bewegungseinheit hatte USV-Coach Tobias Dietze die Wahl aus 14 gestandenenen Regionalligarecken. Geburtstagskind Tom Liebscher sicherte sich die Premiumposition neben dem Trainer und Thomas Krüger mimte, erschöpft nach schwer körperlicher Hausarbeit, den Balljungen.

Ein Beinaheunglück ereignete sich vorm Spiel, als Felix Merte gedankenlos die Fahrbahn überquerte und damit die Fahrlinie der 1. Schiedsrichterin kreuzte. (Oder war es doch Touché?) Zudem schien die unterschiedliche Sockenbekleidung (laut Protokolleintrag) das Schiedsgericht so zu verwirren, dass dies noch Auswirkungen auf das folgende Spielgeschehen haben sollte. Ebenfalls laut Protokolleintrag waren die Nummern der USV-Oberkörperbekleidung nicht mittig, was aber letztendlich den unförmigen TU-Akteuren geschuldet ist und nicht etwa durch den Aufdruck. Dass der Libero der Dresdner eine andersfarbige Hose trug, blieb dem Schiedsrichtergespann an dieser Stelle verborgen. Auch hier wurde aber bewusst auf die Farbe weiß gesetzt, weil dadurch die durchscheinende schwarze Unterwäsche besser zur Geltung kommt.

Die Marschrichtung vor dem Spiel war klar: Mindestens 2 Punkte sollten den 3.Advent versüßen. Doch einige schienen bereits gedanklich bei Omi am Kaffeetisch den Stollen aufzuschneiden. Verwunderlich war es an dieser Stelle nur, dass der Gegner nicht völlig enteilte und die theoretische Chance auf den Satzgewinn bestehen blieb. Allerdings blieb in der Praxis nur der Satzverlust, denn die Dresdner konnten nicht zulegen und die Verwaltung der eigenen 81m bei Dankebällen ließ sich nur mit einem Ungenügend bewerten. Satz 1 ging daher verdient an die Reudnitzer, die in Sachen Stimmung und Emotionen heute ein Paradebeispiel waren.

Im nächsten Spielabschnitt sollte nun alles besser werden. Dies nahmen sich die Gastgeber zumindest in der Satzpause vor. Dem USV gelang es weiter nicht das Spiel an sich zu reißen. Immer besser gelang dies aber der 1. Schiedsrichterin, die nun ihrerseits versuchte dem Spiel ihren Stempel aufzudrängen. Dass es schwer ist als Hinterfeldspieler im Block den Ball unterhalb der Netzkante zu spielen, entging ihr leider. Aber der 2. Satz ging auch ohne Zutun des Schiedsgerichts an die Gäste, so dass der USV mit dem Rücken an der Wand stand.

Nicht nennnenswert verbessert, agierte der USV-Sechser weiter pomadig. Doch auch noch sichtlich geschockt zeigte sich die 1.Schiedsrichterin nach dem Beinahezusammenstoß vor dem Spiel mit Felix Merte und zog nun reflexartig die gelbe und darauffolgend die rote Karte. Zuspieler Dominic Schmele war es auch in dieser Phase, der die meisten Meter machte. Immer wieder zitierte sie den Kapitän der Dresdner zu sich, um wahrscheinlich mehr über sein Lieblingsrezept, der schmelschen Gemüsepfanne, zu erfahren. Beeindruckt von der Härte und Konsequenz der Rezeptesammlerin lief nur noch wenig zusammen bei den Elbestädtern. Doch ein letztes Aufbäumen machte das Spiel nochmal spannend. Der USV nahm das Publikum mit und glich zum 24:24 aus. Doch der Satzgewinn blieb den Dresdnern auch diesmal verwehrt. Damit war die bittere 0:3 Klatsche besiegelt und die bittere Erkenntnis, dass nun die mäßig mettenden Mettigel vor der geliebten TU rangieren. Fairerweise muss man sich jedoch eingestehen, dass die Niederlage nicht im Zusammenhang mit der reifen Scheidrichterleistung stand.

Damit ist dieses Jahr Schluss für #DeinUSV. Nach mittelmäßiger Bilanz mit Höhen und Tiefean steht der USV aktuell mit 14 Punkten auf Rang 5, kann aber noch durch die VC-Frischlinge, die am kommenden Wochenende in Nordhausen gefordert sind, überholt werden. Weiter geht es für #DeinUSV bereits ab 07.01.2017 im Wochenrhythmus mit 3 Heimspielen in Folge. (Erfurt, VCD, L.E. II) Anpfiff ist jeweils 20 Uhr in der Sporthalle des MAN-Gymnasiums.