Engpass in der USV-Redaktion

Es war recht still in den letzten Wochen um die Sprösslinge der ersten USV Männermannschaft. Die sonst so eskapadenhafte Truppe scheint mit dem neuen Disziplanfanatiker Tobias Dietze geläutert. Außerdem befand sich die investigative Presseabteilung der Regionalligatruppe in einem mentalen und zeitlichen Dilemma. Der Stift war ausgetrocknet, die Schreibmaschine verweigerte ihren Dienst. Dennoch gelang es nach einigem Hin und Her Abrisse der vergangenen Spiele nach guter alter Handwerkstradition vergangener Epochen auf ein Tontäfelchen zu meißeln.

Beginnen wir mit dem ersten Ausflug in die Messestadt zu der Reserve der L.E. Volleys als der USV wiederholt unnötig Punkte liegen lies.

L.E. Volleys II - USV TU Dresden 3:2 (23:25/25:23 /21:25 /25:23 /15:12)

In der schmucken Halle der Leplaystraße fand man sich zum Spiel gegen die L.E.Volleys II ein. Leider war das vorweg angemerkte Zuschauerinteresse an diesem Spiel eher bescheiden, da zur selben Zeit die Sportbegeisterten Leipziger lieber dem höherklassigen Zweitligaschlagabtausch fröhnen wollten, anstatt sich ehrlichem Arbeitervolley hinzugeben. In einem ingesamt engen Match, in dem beide Teams auf Augenhöhe agierten, hätten die USV´ler eigentlich mit drei Punkten auf der Habenseite wieder gen Landeshauptstadt reisen müssen. Leider fehlte in den entscheiden Phasen der verloren Sätze, das letzte Quäntchen Siegeswillen und wahrscheinlich auch ein klein wenig die Kondition um das Spiel zu gewinnen. Dennoch konnte man mit dem erbeuteteten Punkt für das eigene Konto durchaus zu frieden sein.

Derbytime am 15.Oktober, hieß es zum zweiten Mal in der Saison als man den Aufsteiger vom DSSV vielen besser bekannt als die „Mettigel" vor heimischer Kulisse empfing.

USV TU Dresden - Dresdner SSV 2:3 (23:25 25:18 25:18 17:25 13:15)

Die Vorraussetzungen für ein brisantes, spannendes Match waren gelegt. Die Halle mit 200 offiziell gefüllten Zuschauern , das Buffet liebevoll angerichtet, die Zapfanlage bereit. Es konnte los gehen. Wie es sich für ein Derby gehörte gestaltete sich ein enges Spiel mit ordentlich Pfeffer und Salz. Konnten sich die Hackboys noch den ersten Satz knapp sichern, lag das Momentum in den Sätzen zwei und drei auf Seiten der Universitätssportler mit den über Wochen einstudierten Aufschlagexzessen wurde der Annahmeriegel des DSSV regelrecht auseinander genommen, so dass ein druckvoller Angriffsaufbau der Mettigel immerwieder im Sand verlief. Im vierten Abschnitt gönnten sich die USV´ler leider zuviele Auszeiten in der Annahme und in der Feldverteidigung, so dass die Mettigel immer mehr Oberwasser gewannen und sich den vierten Satz sichern konnten. Beide Teams hatten also schon mindestens einen Punkt sicher. So musste bereits zum vierten Male in dieser Spielzeit die Verlängerung entscheiden. Hier waren wieder beide Teams hellwach und agierten sehr gut mit dem Ball. Zum Ende waren es aber die Hackboys, welche die plötzliche Annahmeschwäche der Studenten ausnutzen und den fünften Satz gewannen.

Bereits eine Woche später am 22.Oktober stand die nächste Reise in die Messestadt Leipzig auf dem Programm. Im beschaulichen Stadtteil Grünau bat der TSV 76 Leipzig zum Fight.

TSV 76 Leipzig - USV TU Dresden 0:3 (17:25 19:25 22:25)

In dieses Match gegen den zweiten Aufsteiger in dieser Saison war die Marschroute klar, drei Sätze und drei Punkte waren die Ansage des Trainers, sicherlich auch der Zeitnot geschuldet in der er sich dieser befand. Denn die Worte waren unmißverständlich: "Bis 20 Uhr müssen wir fertig sein, dann muss ich zum Dienst." So gelang es auch erneut durch ein starkes Aufschlagspiel die Leipziger so unter Druck zusetzen, das ihre Angriffsbemühungen im Sand verliefen. Hilfreich war auch das sehr durchschaubare Aufschlagspiel der Leipziger, welches selten die 81m² des USV gefährlich berührte. So gelang es ohne Auszeit und Auswechslung drei Punkte auswärts einzufahren und die Auswärtsbilanz weiter in ungeahnte Sphären vorstossen zu lassen.

Am 29.10. gab der Thüringer Aufsteiger SVC Nordhausen dann seine Visitenkarte in Dresden ab.

USV TU Dresden - SVC Nordhausen 3:1 (25:20 25:23 18:25 25:20)

Hier taten sich die USV´ler etwas schwer. Einige Abstimmungsprobleme und Schwächen in der Annahme ließen die Nordhäuser immer wieder ins Spiel zurückfinden, in welchem die Studenten aber Regie führten. Bis auf den dritten Durchgang welchen Nordhausen für sich entscheiden konnte, agierten die Studenten immer mit dem Wissen, das sie das Spiel deutlich beherrschten und sicherten sich drei wichtige Punkte für die Tabelle.

Weiter ging es bereits am 05.November ohne Partybus in Richtung Jena, zu einem der Meisterschaftsaspiranten.

1.VSV Jena - USV TU Dresden 3:1 (26:24 25:14 19:25 25:20)

Diesmal ohne den Carl & Carla Partybus, denn Party wollte die Dresdner Studentenvertretung selber machen, ging es nach Jena. Da man gut im Zeitplan lag, vertrieb man sich die Zeit noch mit einem Rundgang durch die nahe gelegene Shoppingmall und holte den vergessenen Wochenendeinkauf fürs Jenaer Partywochenende nach. Im Spiel war dann leider eher Ernüchterung statt Party angesagt. Gestaltete sich der erste Satz noch als ordentlicher Schlagabtausch mit den Jenensern, versagte den feierwütigen Dresdner Studenten in der Cruchtime die Puste und man überließ den Gastgebern den ersten Satz. Im Zweiten Durchgang ruhten sich die Dresdner Partymaschinen noch etwas aus, was zur Folge hatte, dass der zweite Durchgang deutlich an die Partymiezen aus Jena ging. Scheinbar hatten sich die feierwütigen Jenenser dann doch etas zuviel verausgabt, denn plötzlich zogen die USV´ler wieder an und sicherten sich den dritten Durchgang. Hoffnung keimte auf, dass es erneut mindestens ein Auswärtspünktchen zu befeiern galt. Satz vier war wieder eine enge Kiste, aber leider mit dem besseren End für Jena. So war es das erste Auswärtspiel in dieser Saison ohne Punktgewinn für die Studenten vom USV. Gerüchten zu folge soll aber die anschliessende Party in der Jenaer City dennoch ein großer Erfolg gewesen sein.