Kein Live-Ticker für Peter E.

Der USV konnte sich, nach 3 bitteren Niederlagen in Folge, durch ein überraschend klares 3:0 gegen den VSV Oelsnitz, Luft im Abstiegskampf verschaffen. Stolze 8 Punkte Vorsprung hat man jetzt auf die L.E. Volleys II, die bei nur noch 3 ausstehenden Spielen punkten können. Etwas betrübt reagierte indes Peter E., der bei einem USV-Abstieg nächste Saison gerne in den Genuss des Sachsenliga-Live-Tickers gekommen wäre. So muss er jedoch in der noch nicht professionialisierten Regionalliga weiter selbst live dabei sein. Der Feierlaune der USV-Männer tat dies aber keinen Abbruch, erst 23:30 Uhr verließen die letzten Spieler die Halle.

Die Extra-Trainingseinheit, "Intensive Freude nach Punktgewinn", vom Mittwoch schien sich gleich im ersten Satz auszuzahlen. Nach etwas nervösem Beginn, konnten sich die Gastgeber gegen personell dezimierte Oelnsitzer wieder herankämpfen. Selbst die Gäste-Trommel aus dem gegnerischen Fan-Block blieb phasenweise Stumm. Mit guter kämpferischer Einstellung und dem nötigen Quäntchen Glück gingen die TU'ler mit 1:0 in Front.

Ein denkbar ungünstigen Start erwischte der USV in Satz 2. Mit einer 7:1 Führung setzten die Gäste ein Zeichen und alte Verhaltensmuster tauchten zeitweise wieder auf. Kampf, Siegeswille und ein taktisch raffinierter Doppelwechsel von Trainerfuchs Dominic Schmele brachten die USV-Jungs zurück in die Spur. Es entwickelte sich ein enges Spiel mit dem besseren Ende für die Dresdner, die den 2. Satzball verwandelten.

Einen guten Start erwischten die Hausherren im 3. Satz, schnell schien die Gegenwehr der Gäste gebrochen. Solide spielten die Elbestädter ihren Stiefel runter und konnten immer wieder durch spektakuläre Abwehraktionen wichtige Breaks einfahren. 25:16 hieß es am Ende in Satz 3 und bedeutete damit den ersten 3-Punkt Sieg in der Rückrunde.

Weiter geht es für Feierbiester vom USV am kommenden Wochenende beim Heimtabellenspitzenreiter in Jena, wo einige Jenenser nach dem 0:3 Debakel in Dresden immer noch an Schlafstörungen leiden. Ein Sieg in Jena würde auf alle Fälle den sicheren Nichtabstieg bedeuten und die Ausgangsposition in der Heimtabelle vor den letzten 3 Spielen stärken. 

Co-Trainer und Zuspieler Mathias Rosenthal: "Die 3 Punkte heute waren immens wichtig. vor allem von Felix Merte bin ich positiv überrascht. Er hat die Kritik von letzter Woche sofort angenommen und sein Aufschlagspiel umgestellt, auch wenn der Ball von der Hand bis zur Annahme teilweise fast 8 Sekunden betrug und er somit fast die 8s-Regel verletzt hätte."